Die Phasen während und nach dem Kundalini-Aufstieg sind oft sehr schwer zu ertragen. Oft wünscht man sich ein Ende, es soll endlich aufhören. Das geht leider nicht. Kundalini ist eine Einbahnstraße, aber der Weg lohnt sich.

Warum gibt es kein Zurück?

Ist der Prozess losgetreten, wollen die Energie und deine Seele die Reinigung! Ziel ist die Vereinigung mit dem Göttlichen – die Erleuchtung. Alle, die  diese Vereinigung erlebt haben, sagen, dass dies um ein Vielfaches schöner, intensiver und beglückender ist als das schönste Glücksgefühl auf Erden, als alle Orgasmen zusammen. Also, dass der Weg sich lohnt.

Tatsächlich *weiß* jeder auf dieser Reise, dass er gar nicht zurück will. Denn das Streben, die Sehnsucht nach dem „Unbekannten“ ist größer. In den tiefsten Tiefen vergisst man diese Sehnsucht zwar, aber diese Phasen gehen auch wieder zu Ende. Dann weiß man meistens, wofür das Ganze gut war. Kundalini stellt uns quasi das nötige Bewusstsein als Begleiter zur Seite, damit wir verstehen, wofür der Prozess nötig war.

Geburt und Wiedergeburt

Es ist ein bisschen vergleichbar mit Schwangerschaft und Geburt eines Kindes. Ein bisschen schwanger geht nicht. Klar gibt es die Morgenübelkeit, schwere Beine, Wasseransammlung und dergleichen. Aber jede Mutter weiß, wofür es gut ist, welchem  Ziel es dient. Keine Mutter wird sagen: „Ah nö, ich will jetzt nicht mehr schwanger sein.“ Du weißt auch, dass du auf Alkohol und ungesundes Essen verzichten solltest bzw. dass es deinem Kind und dir schadet. Und natürlich erlebst du ganz neue und schöne Gefühle, Empfindungen und Erfahrungen, die ein nicht-schwangerer Mensch so nicht erfahren wird.

Die Geburt selbst ist noch einmal eine andere „Hausnummer“:  Gewebe reisst, Blutgefäße platzen, der Blutdruck steigt, Jammern, Schmerzen, Schreien… Es klingt wie ein Massaker (s. Lee Sannella: Psychose oder Transzendenz.). Dabei ist es „nur“ die Geburt eines Babys. Hier sagen zwar auch viele Frauen: „Ich will und kann nicht mehr, aufhören, wohl wissend, dass die Geburt nicht mehr aufzuhalten ist und es trotz Verweigerung irgendwie zu Ende geht, wohlgleich die aktive Mitarbeit die Geburt erleichtern kann. Und tatsächlich kommt von „irgendwo her“ immer noch ein bisschen Kraft es durchzustehen. Je lockerer du lässt (Atmen, Vertrauen, dich hingeben, angstfrei annehmen), desto einfacher und schneller wird es in der Regel gehen. So ähnlich ist es auch beim Kundalini-Prozess.

Was hier loszulassen ist, sind falsche Gedanken, Gefühle, wie Gier, Eifersucht und Macht, Ängste, Glaubenssätze, Ideen, Illusionen, an die man ein Leben lang festgehalten hat. Tatsächlich erleben viele  den Tod des Egos wie einen physischen Tod.

Stattdessen halten Liebe, Glückseligkeit, Mitgefühl, Dankbarkeit, Vertrauen, Hingabe, etc. Einzug.

Ist das nicht ein lohnenswertes Ziel?